Nach rund zwei Jahren Planung und Umsetzung wird im Kreis Heinsberg ein besonderes Projekt Wirklichkeit: Im Ortsteil Lieck eröffnet ein neuer inklusiver Kinderspielplatz. Gemeinsam mit der Die Spielplatz Bande e.V. hat die Stadt Heinsberg einen Ort geschaffen, der Kinder mit und ohne Beeinträchtigung gleichermaßen anspricht.
„Unser Ziel war es von Anfang an, einen Ort zu schaffen, an dem jedes Kind – egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung – etwas zum Spielen findet und die Geräte gemeinsam genutzt werden können“, erläutert Spielplatzplanerin Esther Weirauch. Neben barrierefreien Zugängen und Wegen umfasst das Konzept auch Spielhäuser als Rückzugsorte, Musikinstrumente sowie verschiedene Spiel-Inseln, die unterschiedliche Sinne ansprechen.
Die offizielle Eröffnung findet am Sonntag, den 3. Mai 2026, statt. Familien aus dem gesamten Kreis sind eingeladen, den neuen Spielplatz kennenzulernen. „Das Interesse ist bereits im Vorfeld sehr groß. Viele Familien haben die Baufortschritte verfolgt und über Monate hinweg mit uns mitgefiebert“, berichtet Vorstandsmitglied Claudia Franzen, die im Kreis Heinsberg auch als „Die Spielplatz Testerin“ bekannt ist.
Los geht es um 11:00 Uhr mit der Eröffnungsrede von Bürgermeister Kai Louis. Ab 11:30 Uhr wartet ein buntes Rahmenprogramm auf die Besucher: Pflanzaktionen für Kinder, ein Snackbuffet und eine Tombola sorgen für zusätzliche Highlights. Als Hauptpreis wird ein Spielturm des Herstellers Wickey verlost. Mit den Einnahmen möchten die Spielplatz Bande und die Selbsthilfegruppe Treffpunkt Trisomie21 Kreis Heinsberg weitere Mittel für ein inklusives Wickelboard sammeln, das noch in diesem Jahr installiert werden soll.
Der neue Spielplatz am Horster Weg ergänzt die bestehende multifunktionale Spiel- und Sportanlage, die bereits im Juli 2025 eröffnet wurde. „Von der Spielgeräteauswahl her ergänzen sich die beiden Flächen perfekt“, erklärt Vorstandsmitglied Kathi Mobers. „Der inklusive Kinderspielplatz vorne bietet niedrigschwellige Spielmöglichkeiten, Plätze zum Verweilen wie das Baumpodest oder der Naschgarten mit der Lupe. Die Spiel- und Sportstätte im hinteren Teil ergänzt das Angebot mit Blick auf etwas ältere Kinder und bietet zusätzlich Sportmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene.“
Finanziert wurde das Projekt vor allem durch Spendenaktionen. Dazu zählt auch die Kunstausstellung „Hidden Structures: 1000 Leinwände für einen guten Zweck“ des Heinsberger Künstlers Markus M. Sommer. Im Rahmen der Eröffnung wird zudem eine von ihm gestaltete Bank gegen Ausgrenzung präsentiert, die von der Lebenshilfe Heinsberg gespendet wurde. Weitere Sponsoren sollen ebenfalls gewürdigt werden.
Die Stadt Heinsberg unterstützte das Projekt insbesondere bei der baulichen Umsetzung sowie bei der Installation einer Nachtschließanlage mit magnetischen Toren. Nach der Eröffnung geht der Spielplatz in das Eigentum der Stadt über, die künftig auch für Pflege und Wartung verantwortlich ist.