Fünf Erkelenzer Tagebaudörfer werden gerettet

So hätte es beinahe auch in den fünf Erkelenzer Tagebaudörfern ausgesehen. Foto: unsplash.com

Laut dem Koalitionsvertrag von CDU und GRÜNE, die voraussichtlich die neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen werden, sollen die fünf Ortschaften Keyenberg, Kuckum, Unterwestrich, Oberwestrich und Berverath am Tagebau Garzweiler II erhalten bleiben.

Das bringt den übrig gebliebenen Bewohnern in den fünf Ortschaften nun endlich Gewissheit. Bisher sind sie davon ausgegangen, dass sie bald ihre Heimat verlassen müssen, da zur Kohleförderung alles abgerissen werden muss.

Viele Menschen haben aus diesem Grund bereits vorab ihre Grundstücke und Häuser verkauft und sind umgezogen. Die meisten Häuser sind bereits im Besitz des Tagebaubetreibers RWE. Was jetzt damit passieren soll, ist noch ungewiss. Eine Rückkaufoption war bisher nicht vorgesehen. Die Kirchen in Keyenberg und Kuckum sind außerdem bereits entwidmet. Ein fünftägiger Hungerstreik konnte daran letztlich auch nichts ändern.

Kohlegegner bemängeln bereits seit Langem, dass Bewohner aus ihren Dörfern vertrieben und im Zweifel auch einfach enteignet werden. Begründet wird das mit dem “Wohl der Allgemeinheit”. Aufgrund der bisherigen Kohlepolitik ist Deutschland der größte CO2-Verursacher in Europa und treibt den Klimawandel weiter an.

Im Nachhinein kann man wohl sagen, dass es dem Klima lieber gewesen wäre, wenn vor 11 Jahren im Deutschen Bundestag nicht der Atomausstieg beschlossen worden wäre. Außerdem hätte man die Kultur in vielen Dörfern erhalten und Tausende Menschen hätten nicht ihre geliebte Heimat verlassen müssen.

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